RA StB von Holt home
Sachgebiete
Verein
Vorstand/Geschäftsführer
Gemeinnützigkeitsrecht
Gemeinnützige GmbH
Gemeinnützige AG
Auslagerung/Ausgliederung
Stiftung
Spendenrecht
Socialfranchise
Corporate Compliance
Due Diligence
Kooperation/Vernetzung
Rechtsprechung, Erlasse
FAQ
Workshopthemen
Vortragsthemen
Service
Literatur
Seminarveranstalter
socialnet
vereinsrecht.de
Kontakt
Impressum, Haftung, Auskünfte
Allgemeine Suche über diese WebSite
ohne FAQ
 
Suche unter FAQ
 

Due Diligence bei Nonprofit-Organisationen

Eine sorgfältige Überprüfung und Analyse aller einschlägigen Aspekte (= Due Diligence) ist dringend zu empfehlen bei Kauf, Übernahme, Fusion, enger Kooperation und - in Teilbereichen - bei Auslagerung/Spaltung. In geeigneten Fällen kann statt dessen auf eine risikoaverse Vertragsgestaltung ausgewichen werden.

 

  • legal due diligence
    Zivil-, insbesondere Wirtschaftsrecht

    z.B. Zustimmungserfordernisse
    Verwaltungsrecht
    z.B. Subventionsrecht, Betreibervorschriften (Mindest- Bau/Ausstattungsvorschriften)
    Sozialrecht
    Arbeitsrecht

    z.B. Betriebsübergang/Personalüberlassung
    Umweltrecht
    z.B. Altlasten bei Immobilien

  • financial & valuation due diligence
    Wirtschafts-, Finanz- und Ertragslage
    Businessplan

    wirtschaftliche Risikolage
    Rating

  • tax due diligence
    Gemeinnützigkeitsrecht
    Umsatzsteuerrecht
    Besteuerung des Übertragungs-/Fusionsvorgangs

  • management & human resource due diligence
    Organisations- und Führungsstruktur
    Mitarbeiter- und Arbeitsmarktsituation

  • culture due diligence
    Integrationspostulat:
    Zusammengehen der Unternehmensleitungen
    Wechselwirkungen der Unternehmenskulturen

  • strategische due diligence
    Stärken- und Schwächenanalyse
    Chancen- und Risikoanalyse

 

Eine fehlende oder unzureichende Due Diligence kann zu existenzbedrohenden Haftungsrisiken führen, wenn sie nicht durch eine risikoaverse Vertragsgestaltung aufgefangen wird.

Bei Nonprofit-Organisationen kann sich eine Due Diligence zum Beispiel an den folgenden Gliederungspunkten orientieren
(s. auch vonHolt/Koch, Konzeptheft Chancen- und Risikomanagement, BFS Service GmbH, Köln 2003, Formular 7):

 

  • Allgemeine externe Einflüsse
    Auswirkungen des Steuerrechts
    Europäische Einflüsse

  • Marktveränderungen
    Vergütungs-/ Zuschussbestimmungen
    Wettbewerbsveränderungen

  • Strategische Aspekte
    Verhältnis zur Kernkompetenz
    Ideelle Auswirkungen
    Marktreaktionen
    (Alternativ-)Strategien der Vertragspartner

  • Immobilien, Betriebsanlagen
    Besitzverhältnisse
    Miet-/ Pacht-/ Leasingverträge
    Zweckbindungsauflagen
    Grundstückslasten
    Funktionalität
    Grundstückslage
    Instandhaltungsstau
    Altlasten
    Betriebsnotwendigkeit
    Bauplanungsrechtliche Situation
    Stille Reserven

  • Bilanzposten

  • Personal
    Personalorganisation
    Personalwirtschaft
    Tarifbindung
    Bestandsschutzvereinbarungen/Leistungsbereitschaft
    Ausbildungsstand
    Altersstruktur
    Personalentwicklung
    Zufriedenheit/Betriebsklima
    Unternehmenskultur
    Motive der Leistungsträger

  • Leistungsbereich
    Prägung durch verkäufertypische Eigenschaften
    Auslastung
    Produktpalette
    Qualität
    Preis-/ Kostensituation
    Standortfaktoren
    Betriebsgröße

  • Organisatorische/interne Aspekte
    Geschäftsführung/Management
    Marketing
    EDV-Ausstattung
    Chancen- und Risikomanagement
    Rechnungswesen
    Controllingstandard

  • Finanzielle Aspekte
    Kennzahlen
    Kreditkonditionen
    Zweckbindung von Mitteln

  • Steuerrechtliche Aspekte
    Gemeinnützigkeit
    Mehrwertsteuer
    Besteuerung der Transaktion

  • Sozialversicherungsrechtliche Aspekte

  • Rechtliche Aspekte

 

Nutzen einer Due Diligence

Prüfung der Realisierbarkeit des Projekts

  • Risikominimierung
    Risikomindernde Garantien
    Vereinbarung von Sicherheiten
    Partizipationsorientierte Zahlungsmodalitäten
    Rückabwicklungsklauseln

  • Synergiepotentiale
    Kostensenkung
    Kompetenzerwerb
    Marktstellung

  • Leistungssteigerungspotentiale

  • Legitimationsfunktion

 

Veröffentlichungshinweise

Konzeptheft Chancen- und Risikomanagement, zusammen mit Dipl.-Kfm. Christian Koch, npo consult, Bonn, BFS Service GmbH, Köln 2003, € 18,00 - gleichzeitig ein Beitrag zur Optimierung des Ratings nach Basel II
Ein sinnvolles Chancen- und Risikomanagement ist mit Blick auf die Veränderungen der Rahmenbedingungen sozialwirtschaftlicher Einrichtungen unverzichtbar: Nur durch Planung, Controlling und sorgfältige Beachtung von Frühwarnindikatoren kann die Existenz von Einrichtungen langfristig gesichert werden. Erst durch das gezielte Aufdecken und Ergreifen von Chancen können Entwicklungen aktiv mitgestaltet werden.
Hier setzt das als Arbeitshilfe gestaltete Konzeptheft Chancen- und Risikomanagement an. Zunächst werden die vier Säulen des Risikomanagements beschrieben: Strategisches Controlling, Frühwarnsystem, Operatives Controlling und Internes Überwachungssystem und kurz die typischen Phasen einer Krisenentwicklung dargestellt. Anschließend wird eine Vorgehensweise für den Aufbau eines Chancen- und Risikomanagementsystems vorgeschlagen. Zentrales Element darin ist ein Strategieworkshop zur Ist-Analyse, für dessen Vorbereitung und Durchführung das Konzeptheft eine Handreichung in Form von Fragebögen und Checklisten bietet.
Hierbei geht es um die Ermittlung der Stärken & Schwächen und der Chancen & Risiken der Organisation und deren Bewertung nach ihrer Bedeutung für die Organisation.
Im konzeptionellen Teil des Konzeptheftes geht es anschließend darum, die wichtigsten Unternehmens- und Umfeldbereiche, die kontinuierlich kritisch beobachtet werden müssen, zu definieren und Verantwortlichkeiten dafür zu klären.
Sodann werden die wichtigsten Instrumente für die Einbindung des Chancen- und Risikomanagmentsystems in die betriebsinterenen Abläufe auf ihren Anpassungsbedarf hin untersucht. Vertiefend kann der Bearbeiter anhand entsprechender Fragebögen Konzeptionen zur Weiterentwicklung des Rechnungswesens, zur Leistungsverbesserung, zum Qualitätsmanagement, zur Kundenzufriedenheit und zur Zukunftsgestaltung entwickeln.
Ein kommentiertes Link- und Literaturverzeichnis rundet das Konzeptheft ab.

© 2002 - 2016 RA StB von Holt, Bonn 08.02.2016